NZM Nephrologische Zentren Münsterland

Nephrologie - Vorausdenken
ist der wichtigste Teil der Therapie.

Bluthochdruck – jahrelang unbemerkt, nie folgenlos

Bluthochdruck ist eine Erkrankung, bei der der Druck in den Schlagadern dauerhaft oder überwiegend zu hoch ist – auch in Ruhe. Als Blutdruck bezeichnet man den Druck, mit dem das Blut durch die Arterien fließt; bei gesunden Menschen übersteigt er Werte von 140/85 mmHg nur unter körperlicher Anstrengung. Weil Bluthochdruck über Jahre unbemerkt bleiben kann und dabei Herz, Gehirn und Nieren schädigt, entscheidet vor allem eines über den Verlauf: wie früh er erkannt wird.

Wann spricht man von Bluthochdruck?

Eine einzelne Messung reicht für die Diagnose nicht aus. Erst wenn über einen längeren Zeitraum wiederholt erhöhte Werte gemessen wurden, ist die Diagnose gesichert. Dafür nutzen wir unter anderem die Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden – sie zeigt, wie sich der Druck im Alltag und in der Nacht verhält.

Bluthochdruck – jahrelang unbemerkt, nie folgenlos

Welche Ursachen führen zu Bluthochdruck?

Bei etwa jedem zehnten Patienten lässt sich eine konkrete Ursache finden. Häufig sind es Erkrankungen der Nieren oder der Nebennieren. Je jünger jemand bei der Diagnose ist, desto wahrscheinlicher ist eine behandelbare Ursache – und desto eher lässt sich eine lebenslange Medikamenteneinnahme vermeiden. Bei den übrigen Patienten spielen meist eine erbliche Veranlagung oder die Lebensumstände die entscheidende Rolle.

Genau hier liegt der Grund, warum Nierenmedizin und Bluthochdruck in ein Fachgebiet gehören: Die Nieren regulieren den Blutdruck – und leiden zugleich als Erste, wenn er zu hoch ist.

Welche Symptome treten auf?

Oft gar keine. Viele Menschen leben jahrelang mit erhöhten Werten, ohne etwas zu bemerken. Manche beschreiben Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit, andere innere Unruhe, Luftnot bei Belastung oder Schlafstörungen. Weil diese Beschwerden unspezifisch sind, wird Bluthochdruck häufig zufällig entdeckt.

Warum eine Behandlung wichtig ist

Dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt über die Jahre lebenswichtige Organe. Er kann Schlaganfälle und Herzinfarkte auslösen, zu Nierenversagen führen und Gefäßerkrankungen mit Durchblutungsstörungen verursachen. Das Ziel jeder Behandlung ist deshalb, die Werte verträglich in einen normalen Bereich zu senken.

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Zuerst suchen wir nach den Faktoren, die den Blutdruck begünstigen, und beseitigen sie, wo es möglich ist. Häufig lässt sich allein dadurch eine deutliche Senkung erreichen. Reicht das nicht aus, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Welche davon geeignet sind und wie intensiv behandelt wird, besprechen wir mit Ihnen – nach genauer Betrachtung aller Umstände.

Wann Sie zu uns kommen sollten

Bei schwer einstellbarem Blutdruck, bei sehr hohen Werten, bei Bluthochdruck in jungen Jahren oder wenn zugleich die Nierenwerte auffällig sind. Die Überweisung erfolgt in der Regel durch die Hausarztpraxis.