Nierentransplantation

Die gespendete Niere eines anderen Menschen kann die kranken Nieren ersetzen. Meist stammt das Organ von einem verstorbenen Spender; unter bestimmten Bedingungen ist auch eine s. g. Lebendspende möglich. Die neue Niere wird in den Unterbauch eingepflanzt. Sie können nur transplantiert werden, wenn der Patient – abgesehen von der Nierenerkrankung – relativ gesund ist und nicht an einer anderen schwerwiegenden Erkrankung leidet.

Derzeit besteht in Deutschland ein sehr großer Mangel an Spenderorganen. Deshalb muß der Patient falls für ihn eine Transplantation in Frage kommt, mit einer Wartezeit von mehreren Jahren rechnen. Zur Überbrückung der Wartezeit muß er eines der beschriebenen Dialyseverfahren durchführen. Die Alternative stellt möglicherweise eine Lebendspende dar.

Dabei spendet ein naher Verwandter oder der Lebenspartner dem Kranken eine Niere. Voraussetzungen sind jedoch die absolute Freiwilligkeit der Spende, der gute Gesundheitszustand des Spenders, sowie eine Verträglichkeit der Blutgruppen. Die neue Niere ersetzt die Funktion der Nieren nahezu vollständig. Der Patient kann fast wieder ein normales Leben führen. Allerdings müssen nach einer Transplantation lebenslang Medikamente (Immunsuppressiva) eingenommen werden. Diese sollen verhindern, dass das körperfremde Organ vom Immunsystem abgestoßen wird, was allerdings nicht immer gelingt.